Vedas Ra of Asen

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Weden - Ra der Asen




deadly knowledge

Tödliches Wissen

 

Das große Menschenmorden im Namen der Lüge

 

Die schlimmsten Lügen in unserem Universum sind die über unsere Herkunft und über unsere falsche Religion. Die christliche Kirche, oder besser die christliche Lehre, nahm ihren Ausgangspunkt nämlich nicht in Palästina, sondern ist eine Urschöpfung der untergegangenen arischen Kultur.

 

Es ist noch nicht allzu lange her, als uns von der grauenhaften, menschenverachtenden Vatikan-Kirche eingetrichtert wurde, der Mensch sei etwa 4000 Jahre v. Chr. erschaffen worden. Denn so steht es im Alten Testament, und das Alte Testament wird von der Vatikan-Kirche als authentisches Wort Gottes ausgegeben. Eine alttestamentarische Splittergruppe, die Zeugen Jehovas, datieren die Erschaffung der Welt exakt auf den Herbst des Jahres 4025 vor Christus, also vor etwa 6.000 Jahren. Und die derzeit immer aktiver werdenden „Kreationisten“, bestehend aus orthodoxen Juden und Evangelikalen (Möchtegern-Juden), verkünden in ihren Lexika wie Conservapedia und CreationWiki:

 

„Die Erde ist ziemlich genau 6000 Jahre alt“.

 

Die 6000 Jahre Erdzeitalter gründen sich auf den jüdischen Kalender, der vor fast 6000 Jahren begann. Das christliche Kalenderjahr 2015 entspricht dem jüdischen Kalenderjahr 5775. Das Bibel- und Talmud-Judentum gibt die Erschaffung der Welt und allen Lebens auf Erden mit Beginn des jüdischen Kalenders an.

 

Der vom Talmud-Judentum zusammengebastelte Koran der Moslems kann seine wirkliche Herkunft ebenfalls kaum verleugnen, denn erst kürzlich wurde bekannt, dass ein führender saudischer Imam lehrt, dass sich die Erde nicht um die Sonne drehe. Scheich Bandar al-Chaibari erklärte gegenüber dem saudischen Fernsehsender Al-Arabia:

 

„Die Erde steht still, sie bewegt sich nicht.“ [1]

 

Der Irrsinn des Scheichs und der Kreationisten gewinnt erneut an Boden in unserer immer wahnsinniger werdenden Welt, was kein Zufall, sondern gewollt ist. Denn dahinter steht das gewaltige Ziel, der gigantische teuflische Auftrag: Das Wissen um unsere Herkunft und das Wissen um die Dinge der Welt zu verhindern, und damit unsere Befreiung vom geistigen Joch zu hintertreiben.

 

Nicht umsonst steht im Jüdischen Gesetz (Bibel) geschrieben, dass jeder, der, wenn er vom „Baum der Erkenntnis isst“, also zum Wissenden wird und plötzlich Gut und Böse richtig zuordnen kann, sterben muss.

 

„Von allen Bäumen des Gartens [Eden] darfst du essen, nur vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn am Tage, da du davon issest, musst du sterben.“ (Genesis 2:16-17)

 

Kein Zweifel, hinter diesem Konzept verbirgt sich der düstere Plan, dass niemand in der nichtjüdischen Welt um die Geheimnisse der Welt, um die Wahrheit unserer Herkunft und um die richtige Zuordnung von Gut und Böse jemals wissen darf.

 

Die ganzen Schauerlichkeiten, der abgrundtiefe Menschenhass, der Auftrag zur Ausrottung und Unterwerfung der nichtjüdischen Welt, sind im Alten Testament festgeschrieben. Deshalb wurde dem Normalmenschen einst sogar verboten, das „Wort Gottes“, die Bibel, zu lesen. Dieses Verbot ging in die Geschichte als

„Bibelverbot“ ein.

Ab dem 5. Jahrhundert riet man den Laien, nicht alle Bücher der Bibel ohne Unterschied zu lesen, sondern vor allem das Neue Testament, da das Alte Testament „leichter missverstanden“ werden könne. Papst Gelasius I. bezeichnete Ende des 5. Jahrhunderts das Lesen der Apokryphen als gefährlich für Christen. 1199 verbot Innozenz III. in einem Schreiben an den Bischof von Metz die Lektüre der Bibel in privaten Zusammenkünften. Auf der Synode der Universität von Toulouse wurde von Papst Gregor IX. 1229 ein generelles Bibelverbot für Laien dieser Kirchenprovinz ausgesprochen.

 

Vergessen wir nicht, dass Julius Streicher und Alfred Rosenberg in Nürnberg von den Inquisitoren des 2. Welt-Hexen-Kriegs aufgehängt wurden, weil sie in ihren Schriften die menschenfeindlichen Kernaussagen der Bibel und des Talmud öffentlich gemacht und die Menschen zur Erkenntnis von Gut und Böse geführt hatten.

 

Und so nahm das Teufelswerk seinen Lauf. Nachdem zwischen 130 und 180 die wahren Christen, die Marconianer, vom Vatikan (auf Weisung des hohen Rabbinats) ausgerottet worden waren, konnte der menschliche Geist in Ketten gelegt werden. Fortan tobte die Ausrottung des selbständig denkenden Menschen in nie zuvor gekanntem Ausmaß.

 

So wie heute Scheich Bandar al-Chaibari lehrt, dass sich die Erde nicht dreht, oder wie die Kreationisten lehren, die Welt sei 6000 Jahre alt, so wurde damals vom Vatikan gelehrt, dass die Erde eine Scheibe und der Mensch etwa 4000 v. Chr. erschaffen worden sei.

 

Wer selbst nachdachte, wer mit Logik und heimlich erworbenem Wissen diesem Irrsinn entgegentrat, landete auf dem Scheiterhaufen. So geschehen mit Giordano Bruno, der am 17. Februar 1600 auf dem Campo de‘ Fiori in Rom auf dem Scheiterhaufen nach achtjähriger Haft in den Kerkerhöhlen der Inquisition sein grausames Ende fand. Der Dominikanermönch, eigentlich Filippo Bruno, war nicht nur Dichter und Philosoph, sondern auch Astronom, wodurch er zu der Erkenntnis gelangte, dass es sich bei den sichtbaren Sternen um Sonnen handelte, die im „unendlichen Universum und der Vielheit der Welten“ von möglicherweise bewohnten Planeten umkreist würden.

 

Auf jeden Fall konnte Bruno nicht mehr die Vatikan-Lüge, die Erde sei eine Scheibe, offiziell vertreten. Als er herausfand, dass hinter der Verfolgungsmaschinerie gegenüber Wissenden das führende Judentum steckte, erklärte er bei seinen Vorträgen

 

„Die Juden sind eine so pestilenzialische, aussätzige und gemeingefährliche Rasse, dass sie schon vor ihrer Geburt ausgerottet zu werden verdienen.“ [2]

 

Acht Jahre in vatikanischen, kleinsten, dunklen Kerkerhöhlen konnten den bis auf die Knochen verfallenen Bruno nicht brechen. Dem vatikanischen Ketzergericht rief er vor seinem Gang zum Scheiterhaufen zu:

 

„Ihr verhängt das Urteil vielleicht mit größerer Furcht, als ich es annehme!“

 

Vergessen wir nicht, dass wir im Norden schon vor Tausenden von Jahren, wahrscheinlich vor Jahrhunderttausenden das Himmelsgestirn genauestens kannten und die Bahnen der Planeten berechnen konnten. Dieses Wissen wurde von den Nordmenschen festgehalten und von den Frühzeit-Juden gestohlen. Dazu Hermann Wieland:

 

„Die jüdische biblische Geschichte ist nichts anderes, als eine Sammlung geschichtlicher Tatsachen, die aus anderer Leute und Völker Geschichte in jüdischem Gewande verarbeitet wurden, um die Juden als das erste und wichtigste, von Gott stammende und auserwählte Volk der Erde erscheinen zu lassen.“

 

Während die Geheimnisse um die Planeten und um unsere Herkunft von den Juden bestens durch den Raub der alten Schriften des Weltenwissens bewahrt wurden, ließen sie alle anderen töten, die danach forschten oder in diesem Kernbereich unserer Existenz selbständig zu wahren Erkenntnissen kamen.

 

Die Himmelsscheibe von Nebra (Sachsen-Anhalt) gilt als die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung und als einer der wichtigsten archäologischen Funde aus dieser Epoche vor etwa 3600 Jahren. Für die an den wissenschaftlichen Untersuchungen beteiligten Wissenschaftler steht nunmehr jedoch fest, dass diese Scheibe nicht ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt und anschließend ihren Weg nach Mitteleuropa gefunden hat.

 

Damit ist die Scheibe die erste erhaltene Abbildung des Kosmos der Menschheitsgeschichte, und zwar aus dem Norden. Der Ort auf dem damals vermutlich unbewaldeten Berg dürfte schon in der Jungsteinzeit genutzt worden sein, möglicherweise als Observatorium. Die Forschung ist noch nicht abgeschlossen. Etwa 20 Kilometer entfernt von der Fundstelle befindet sich die ebenfalls runde, etwa auf das 5. Jahrtausend v. Chr. datierte Kreisgrabenanlage von Goseck, die astronomische Kenntnisse schon aus weit älterer Zeit als zur Entstehung der Himmelsscheibe von Nebra belegt.

 

Und damit kommen wir zur eigentlichen Ur-Lüge, die Lüge über unsere Herkunft. Einmal wird mit allen Mitteln versucht, die Urzivilisation, die aus dem Norden kam, auf andere Erdteile zu verlegen, um die nordischen Menschen glauben zu machen, sie seien ein Affenprodukt. Warum aber der moderne Mensch sehr viel älter ist, als der afrikanische Evolutionsmensch (Halbaffen-Stand) und auch die Affen sich nicht weiterentwickelten, sondern auf völlig anderen genetischen Konstruktionen als der nordische Mensch existieren, erklären uns die Evolutionisten nicht. Die Wahrheit ist, dass der Weiße Mensch nicht aus der Linie des Affen abstammt.

 

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„Vergleicht man die Unterkiefer (Mandibula) von Orang-Utan und Negern mit dem Unterkiefer des weißen Menschen, erhält man folgende Ergebnisse. Bei Primaten mit einem Prognathismus (Profilwinkel von 80°), ist der Kiefer lang und schmal, wie beim Orang-Utan. Wenn aber das Gesicht flach ist, wie beim weißen Menschen, dann beträgt die Länge des Kiefers weniger als die Breite. Wie erwartet liegt der Kiefer des Negers zwischen dem des Orang-Utans und dem des Weißen.“ [3]

 

Um diese Tatsachen zu vertuschen, werden also die Lügner aus den Reihen der Evolutionisten in den Kampf gegen die Aufklärung geschickt, damit das erlaubte Denkfeld der manipulierten weißen Massen von Kreationisten und Evolutionisten kontrollierbar bleibt.

 

Neben der Lüge von der 6000-jährigen Erdgeschichte sollen die Nordmenschen also glauben, dass sie vom Affen abstammen, obgleich sich ihre Schädel- und ihre Körperstruktur in keinen Evolutions-Einklang mit der Affen-Anatomie bringen lässt.

 

Vielmehr ist es so, dass der nordische Mensch neben den Evolutions-Geschöpfen auf diesem Planeten lebte, bereits vor Hunderttausenden von Jahren die Weltmeere bereiste und sein Zivilisations- und Kulturerbe auf allen Kontinenten hinterlassen hat. Der Beweis dafür ist das Vorhandensein des Hakenkreuzes, des Kreuzes, die Hügelgräber und die Pyramiden auf allen Kontinenten. In dem Wissenschafts-Magazin „Nature“ wurde berichtet, dass Menschen schon vor 800.000 bis 880.000 Jahren solche Reisen unternahmen. Der Beweis dafür waren Funde von Steinwerkzeug auf den Flores-Inseln, 340 Meilen östlich von Bali. Diese Feinheiten der Organisation solcher Reisen von Südasien hätte eine Sprache erfordert, die das möglich gemacht hätte. [4]

 

Aber dennoch müssen sich noch heute alle Forscher den Dogmen der vorgefertigten Evolutionstheorie ergeben und behaupten, dass der direkte Nachkomme des modernen Menschen sich aus dem Affen in Afrika entwickelt hätte. Vor etwa 140.000 Jahren sei er nordwärts gewandert und hätte sich dann nach Europa, in den Mittleren Osten und Asien ausgebreitet. Das ist falsch, denn es ist erwiesen, was aber quasi nicht gelehrt werden darf, dass unter Wissenschaftlern Konsens darüber herrscht, dass der moderne Mensch bereits vor 25 Millionen Jahren, oder früher existierte. Der Anthropologe Frank Spencer gab 1984 zu:

 

„Aus den zusammengefügten Skeletten muss geschlossen werden, dass das moderne menschliche Skelett weit in die Zeit zurückreicht. Eine Tatsache, die viele Forscher dazu zwang, ihre Ansicht über die menschliche Evolution zu revidieren…“ [5]

 

Und kürzlich mussten die Afrika-Evolutions-Wissenschaftler unter dem Druck der Funde das moderne Menschen-Erdenalter erneut verlängern

 

„Der Mensch könnte weit älter sein als gedacht. Frühmenschen der Gattung Homo könnten schon vor 2,8 Millionen Jahren gelebt haben … berichtet ein Forscherteam im Fachmagazin ‚Science‘. Die Form des Kiefers und der Zähne lassen darauf schließen, dass es sich bereits um einen Vertreter der Gattung Homo handelt und nicht um einen der Gattung Australopithecus.“ [6]

 

Tatsächlich ist es so, dass der moderne Mensch, der Nordmensch, neben dem sogenannten Evolutionsmenschen auch in Afrika existierte. Die Entdeckung wurde in „Nature“ beschrieben und füllt eine Lücke der fossilen Menschenfunde in Afrika, wo diese hätten nach gängigem Lehrsatz nicht vorhanden sein dürfen. Clark Howell von der Universität Berkeley:

 

„Die Fossilien sind unzweifelhaft keine Neandertaler und zeigen, dass der moderne Mensch in Afrika entstand, lange vor der Neandertaler-Zeit.“ [7]

 

Viele Wissenschaftler schließen daraus, dass der Neandertaler eine andere Rasse war und sich nicht mit dem Nordmenschen vermischte. Beide existierten nebeneinander.

 

Dass der Nordmensch auch in Afrika lebte, ist nicht verwunderlich, denn es gab zum Beispiel die Pol-Wanderung, d.h., das Kippen der Erde.

 

„Geoforscher um Bernhard Steinberger vom Helmholtz-Zentrum Potsdam (GFZ) erklärten aufgrund einer neuen Studie, dass sich nicht nur die Erdkruste, sondern auch der drunter liegende Mantel gegenüber den Drehpolen stetig verschoben hat. Laut dieser ist die Erde zweimal in den vergangenen 100 Millionen Jahren derart stark gekippt, dass es sich um echte Polwanderung handelte.“ [8

 

Aufgrund des Kippens der Erdneigung war der Süden zeitweise auch der Lebensmittelpunkt der arischen Hyperboreer.

 

„Wissenschaftler haben mitten in der Sahara ein eindrucksvolles Zeugnis aus einer Zeit entdeckt, in der die riesige Wüste noch grün war. … Die grüne Sahara in ihrer feuchtesten Zeitspanne – vor etwa 10.000 und 8000 Jahren, wurde von groß gewachsenen Menschen bewohnt.“ [9]

 

Tatsache ist, der hyperboreische Nordmensch existierte überall in der Welt neben dem sogenannten Evolutionsmenschen (eine Art Laborgeschöpf), das beweisen nicht nur die uralten Funde des Hakenkreuzes und des Kreuzes (Odin-Kreuz) überall in der Welt, sondern wird auch erklärlich durch die unterschiedlichen Erdzeitalter.

 

Ein weiteres Beispiel: Am 9. Januar 2012 berichteten australische Wissenschaftler über die älteste DNA-Analyse aus menschlichen Überresten. Die Ergebnisse erschüttern die Theorie, dass die Menschheit in Afrika ihren Ursprung hat. Forscher der Australian National University datierten das Alter eines menschlichen Skeletts vom Mungo-See im Bundesstaat New South Wales auf etwa 68.000 Jahre.

 

„Der ANU Anthropologe Alan Thorne unterstreicht, dass die gefundenen DNA-Sequenzen des Mungo-Mannes eine genetische Linie aufweisen, die älter ist als die bekannten DNA-Sequenzen von Menschen, die es aber auch nicht mehr gibt. Berücksichtigt man die zweifelsfrei moderne Erscheinung des Mungo-Mannes, so argumentieren die australischen Wissenschaftler, dann muss man die ‚Afrika-Hypothese‘, wonach alle lebenden Menschen Nachkommen einer Gruppe von 120.000 Jahre alten Lebewesen aus Afrika seien, mit größten Zweifeln versehen.“ [10]

 

Es ist somit hochwahrscheinlich, dass der moderne, der nordische Mensch ein vollkommen separates Wesen war, das den Globus weit vor dem sogenannten Evolutions-Menschen bereist hatte, was heute durch Funde immer wahrscheinlicher wird. Somit wanderte der moderne Mensch über das Erdenrund für eine lange Zeit, also vor Hunderttausenden von Jahren, was durch viele Beweise untermauert wird. Die Geologin Dr. Virginia Stehen McIntyre vom Geologischen Institut der USA fand solche Beweise. In Mexiko präsentierte die Geologin Schlussfolgerungen im Zusammenhang mit Steinwerkzeug, das sie in Hueyatlaco (Mexiko) gefunden hatte, das aber mehr als 250.000 Jahre alt ist. Die Datierung ihrer Fundstücke wurde von zwei weiteren Mitgliedern der USGS bestätigt. Das alles widerlegt die Behauptung, dass Menschen, die Steinwerkzeug herstellten, zuerst vor etwa 100.000 Jahren in Afrika lebten.

 

Noch interessanter ist, dass man mittlerweile herausgefunden hat, dass die DNA außerhalb des Zellkerns im Bereich der Zelle (mitochondrial DNA), also die zirkuläre, doppelsträngige DNA in der inneren Matrix der Zelle, verantwortlich für die Erbanlagen, ist.

 

„Menschliche mitochondrial DNA, mtDNA, wird alleine von der Mutter weitergegeben.“ [11]

 

Wie kommt es, dass nur die Juden das wussten, denn nach dem jüdischen Gesetz gilt nur als Jude, wer eine jüdische Mutter hat. Woher haben die Juden dieses Jahrtausende alte Geheimwissen und warum versuchen sie zu verhindern, dass das Gesetz der Erbanlagen auch für Nichtjuden begreiflich wird? Dazu heißt es in der Bibel, Genesis:

 

„Wer vom Baum der Erkenntnis isst, vom Wissen um Gut und Böse, der muss sterben.“

 

Dieses Wissen stammt in Wirklichkeit von den „Nazianern“, denn in Vorzeiten im Mittleren Osten siedelnden Arier. Gemäß neuesten wissenschaftlichen Werken lautete die altertümliche, von Juden geprägte Bezeichnung für die von Gott erhobenen arischen Heiligen „Nazianer“ (Nazis), wie dies am Beispiel Jesu Christi eindrucksvoll von dem Religionsforscher Alan F. Alford dargestellt wird:

 

„Der Begriff  ‚Nazirite‘ [englische Bibel, oder ‚Nasarer‘, Luther-Bibel] stammt aus der Wurzel Nzr oder Nsr und ist höchst bedeutsam. Nsr dürfte ein altertümliches ägyptisches Verb sein, das bedeutet ‚brennen‘ oder ‚lodern‘. Somit bedeutet das Wort Nsrsr ‚Insel des Feuers‘. Was mag also das Wort ‚Nazarener‘ [Jesus kam aus der Stadt Nazareth] bedeuten? In seinem jüngsten Buch ‚Jesus – Hundert Jahre vor Christus‘, erklärt Professor Alvar Ellegard, dass eine ‚Volks-Etymologie‘ [Forschung für Sprach- und Volksherkunft] unter griechisch sprechenden Juden vor langer Zeit existierte. Von daher kommt der Begriff ‚Nazarener‘ (Nazoraioi), oder Nazianer (Naziraioi). Mehr noch, Ellegard stellte klar, dass der Begriff Nazianer (Nazis) für ‚heilige, von Gott ausgewählte, erhobene Personen‘ gelte. Wenn dieses Argument zutrifft, dann sagt uns Ellegard, dass Jesus gemäß den Evangelien eine ‚heilige, erhobene Person‘ war, die aus Nazareth, ‚dem Herkunftsort des Erhobenen, des Heiligen‘ stammt.“ [12]

 

In der Bibel, englische Ausgabe, (4. Buch Mose) und im Buch des Propheten Amos werden die Gottgleichen (damals die Arier) „Nazirites“, also Nazianer, Nazis genannt. Somit wussten die Machtjuden, dass das nationalsozialistische System Hitlers eine Auferstehung der „Gottgleichen“ von Nazareth bedeutete. Zumal der Begriff „Nazi“ allen Menschen, außer den Juden, unbekannt war. Die Luther-Bibel von 1534 benutzt das Wort „Nasarer“ oder „Nasaren“. Bei Amos in der englischen Bibel heißt es:

 

„Ich schuf die Propheten aus der Mitte eurer Söhne und Nazirites (also Nazis) aus euren jungen Männern. Wollt ihr das bestreiten, Volk von Israel?“ (11)

 

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Ein Hakenkreuz erstellt mit hebräischen Buchstaben als mystisches Symbol ist übrigens in der jüdischen Kabbala verewigt, und zwar in dem Werk „Parashat Eliezer“.

 

Dass die Juden mit Jesus/Baldur in Kontakt waren, beweisen schon die noch heute im Judentum erhaltenen Wahrzeichen des nordischen Jesus (Esus), das Hakenkreuz. Das Hakenkreuz, das Jahrzehntausende älter ist, als die Bibelgeschichte über Jesus, wird nämlich nicht nur in der jüdischen Kabbala benutzt, sondern auch heute noch in Synagogen in Israel als Boden-Mosaik gepflegt, wie beispielsweise in der Synagoge von Maoz-Haim. Die jüdischen Kabbalisten wissen gar wohl, was die biblischen Erzählungen bedeuten sollen, die wörtlich zu glauben man uns Christen kaltblütig zumutet.

 

Auch in der frühen Christen-Kirche war das Hakenkreuz vorherrschend. Oft fand sich auf dem Kruzifix ein Hakenkreuz. Selbst die Tiara des Papstes (Papst-Krone) wurde mit einem Hakenkreuz verziert (noch im Jahr 800). Im Buch „Atlantis, Edda und Bibel“ bestens dokumentiert.

 

Ein anderes Phänomen, das totgeschwiegen wird, sind die sogenannten Tiermenschen, die es tatsächlich gab, und die weder etwas mit den Neandertalern, mit den sogenannten Frühmenschen aus Afrika, noch etwas mit dem Homo Sapiens zu tun hatten.

 

»Ein Erlanger Theologie-Professor zeigte Fotos von Mischwesen (Udumi). Er sagte: „Es gibt assyrische Darstellungen von ‚udumu-Wesen‘! Foto von einem assyrischen Relief, im britischen Museum. Das eigenartige Wesen“, so klärt der Professor, sei „ein ‚udumu‘, ein Mischwesen aus Tier und Mensch“. Der Text aus diesem wissenschaftlichen Magazin des Jahres 1907 sagt: „Die udumi haben wirklich existiert, haben wirklich so ausgesehen, wie sie uns auf den Monumenten überliefert sind“. Weitere Schwarzweißfotos, die ebenso aus der „Fachzeitschrift“ von 1907 stammen, zeigen eine seltsame Kreatur, die im Tierreich so nicht vorkommt! Vor dem Mann schreitet, wie ein Mensch auf den Hinterbeinen gehend, ein Mischwesen aus Mensch und Tier. Der Elefant ist geradezu fotorealistisch dargestellt, von der Schwanzspitze bis hin zum Rüssel und zu den Stoßzähnen des stattlichen Tieres. Sehr naturgetreu sind auch Kamele auf der Siegessäule. Wer also das geheimnisvolle Relief mit den Mischwesen schuf, konnte sehr wohl die Natur präzise und realistisch abbilden. Man darf also daraus schlussfolgern, dass es auch die merkwürdigen Mischwesen gab.« [13]

 

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Die sogenannte Wissenschaft, die natürlich ebenfalls in Ketten gelegt ist, dreht sich im Kreis. Wenn sie neue Entdeckungen macht, werden die Erkenntnisse am Ende wieder derart verhunzt, dass alles erneut auf die Evolutions-Theorie bzw. auf den Kreations-Schwindel hinausläuft.

 

Wenige wagen, aus dem Lügenkartell auszubrechen. Es war zuerst der Schweizer Forscher Erich von Däniken, der die Entstehungsgeschichte des Menschen als Pionierprodukt von Außerirdischen Besuchern darstellte. Mit sehr guten Begründungen. Später folgte ihm der englische Religionsforscher Alan Alford auf dieser Linie. Alford wurde jedoch mit einer Klage in Höhe von 50 Millionen Dollar des israelischen Autors Zecharia Sitchin überzogen. Kurz danach nahm Alford seine Forschungsergebnisse dahingehend zurück, dass es sich bei Jahwe um einen außerirdischen Verbrecher handele, der eine spezielle Brut von Untertanen heranzüchtete, um gegen den arischen „Lichtgott“ Marduk zu kämpfen.

 

Was diese unorthodoxen Forscher eint ist die Tatsache, dass sie sich in weiten Bereichen auf dechiffrierte Texte der Bibel, auf sumerische, ägyptische wie aztekische Schrifttafeln und Papyrus-Rollen stützen.

 

Hermann Wieland erklärt die Erkenntnisse u.a. so:

 

„Dieser Ritus (Kultus) wurde für die große unwissende Volksmenge die eigentliche Religion, für die Wissenden (Initiierten, Adepten. Hierophanten) nur die äußere Hülle für die ihnen anvertrauten, durch Jahrtausende hindurch vererbten arischen Geheimnisse und Kenntnisse. Das Volk sah in dem Kultus das Wesen der Religion, für die Wissenden war jener nur deren äußere Erscheinungsform. So gab es eine äußerliche (exoterische) Religion für die große Masse, eine geheime (esoterische) für die Eingeweihten. Zu dieser gehörten die Weisen aller alten arischen Kulturvölker. Daraus erklärt sich, dass die Lehren der alt-arischen Kulturträger überall gleichlauteten und auch ihr Kultus in der ganzen Welt ähnlich war, sodass die Eroberer Mexikos 1520 naturgemäß dort einen dem katholischen Kultus ähnlichen finden mussten. Um aber das hohe arische Geistesgut nicht in die Hände des Pöbels fallen zu lassen, wurde es in den alten heiligen Schriften nicht wortgetreu überliefert, sondern in Fabeln und Parabeln, Gleichnissen und in Worten dargestellt, deren eigentlichen Sinn nur die Eingeweihten verstanden. Wer den Schlüssel zu dieser uralten arischen Geheimschrift (Chiffreschrift) besitzt, kann den eigentlichen tiefsinnigen Inhalt jener alten arischen Schriften gar wohl verstehen. Wer ihn nicht besitzt, sieht in ihnen nur lächerliches, ungereimtes Zeug, Fabeln und kindische Märchen. Wer die Geheimsprache der Initiierten der alten Kulturvölker kennt und den Inhalt jener alten arischen Schriften mit dem der Bibel vergleicht, der sieht zu seiner großen Überraschung, dass die Bibel, abgesehen von Fälschungen und Zutaten, nichts anderes ist als ein Auszug und ein Teil aus jenen uralten arischen Geheimschriften und dass sie eine Fülle arisch-atlantischer Weisheit enthält. Der katholische Theologe Dr. Jörg Lanz von Liebenfels hat hierfür unwiderlegliche Nachweise erbracht und diese in einer langen Reihe von Veröffentlichungen niedergelegt.“

 

Einer der großen Denker und Pioniere auf diesem Gebiet, lange vor Alford, Däniken und Sitchin war nämlich Karl Weinländer (alias Hermann Wieland, ehemaliger Hochschullehrer aus dem deutschen Elsass). Nach dem Ersten Weltkrieg, als die Elsässer plötzlich in Feindesland leben mussten, publizierte Weinländer aus Sicherheitsgründen unter mehreren Pseudonymen, unter anderem unter dem Namen Hermann Wieland. Unter diesem Namen erschien sein bekanntestes Buch, das heute noch einen hohen Stellenwert im esoterisch-naturwissenschaftlichen Bereich weltweit einnimmt: „Atlantis, Edda und Bibel“.

 

Wieland weist anhand von Bibel- und Edda-Texten sowie archäologischen Funden nach, dass die Arier vor mindestens 200.000 Jahren sich in allen Teilen der Welt niedergelassen hatten.

 

Der neueste Stand der Forschung bestätigt diese Fakten durchaus, was zu Wielands Zeiten noch nicht der Fall war. Im Braunkohlentagebau Schöningen bei Helmstedt entdeckte man 1994 beispielsweise einen alt-paläolithischen Fundplatz, auf dem sich zusammen mit Steinwerkzeugen mehrere hölzerne Wurfspeere erhalten haben, die uns völlig neue Einblicke in die Entwicklung und Kultur des frühen Menschen vor etwa 400.000 Jahren ermöglichen. Die Speere sind – bis auf einen – aus jungen Fichtenbäumen gefertigt. Nur einer ist aus Kiefernholz. Die meisten Speere sind über zwei Meter lang und bis zu 6 cm im Durchmesser. Der Schwerpunkt liegt an der Stelle mit der größten Dicke und befindet sich nahe bei der Spitze. Und in England fand man kürzlich die

 

„ältesten Fußabdrücke Europas. Eine Familie hinterlässt im Schlick der Themse ihre Fußspuren. Diese Abdrücke kommen jetzt, nach fast einer Million Jahre, zum Vorschein.“ [14]

 

Wieland bezieht sich zunächst auf die Überlieferung Platos, der in allen Einzelheiten das mythische, arische Inselreich Atlantis schilderte. Atlantis sei schließlich um 9600 v. Chr. infolge einer Naturkatastrophe innerhalb „eines einzigen Tages und einer unglückseligen Nacht“ untergegangen. Das mag man glauben oder auch nicht, jedenfalls spielt Atlantis bei hochkarätigen Geologen in der ganzen Welt eine zentrale Rolle. Der amerikanische Geologe und Atlantisforscher, Dr. Floyd McCoy, sagte gegenüber dem ZDF im Zusammenhang mit Platons Überlieferung:

 

„Und so eine Erzählung denkt man sich nicht aus oder erfindet sie. Sie muss auf eine gewaltige Katastrophe zurückgegangen sein, dass sie im Gedächtnis der Menschen über Jahrtausende blieb.“ [15]

 

Wieland beschreibt, wie durch eine galaktische Katastrophe dieser neue Kontinent entstanden sei, der zur wichtigsten Kolonie der Arier wurde. Danach entwickelte sich auf diesem glücklichen Kontinent ein gewaltiger Seehandel, der Atlantis sowohl mit dem amerikanischen wie auch dem europäischen Kontinent verband. In den Schrifttafeln der Azteken und Inkas, wie auch bei den Indianern Nordamerikas, finden sich entsprechende Nachweise.

 

Der Autor findet nach der Entschlüsselung der Bibeltexte sowie der arisch-indisch-persischen Schriften ausreichend Hinweise über die Katastrophe von vor etwa 11.500 Jahren, als Atlantis wieder im Meer versank. Er führt u.a. den großen deutschen Forscher Alexander von Humboldt an, der in Mittelamerika ebenfalls Hinweise darüber fand.

 

Laut Wieland ging Atlantis auch unter, weil im Laufe der Zeit das Ariertum vermischt wurde und somit die Stärke zum Erhalt des strahlenden Kontinents nicht mehr vorhanden war. Den Untergangskampf verpackt Wieland gleichnishaft in die germanische Mythologie, lässt Odin, Baldur und die Asen gegen die Widersacher der Menschheit, symbolisiert durch Loki und die Midgardschlange, auf Atlantis kämpfen. Wer Wielands Beschreibung über den Untergang des arischen Atlantis liest, erkennt die multikulturellen Untergangszeichen von heute überdeutlich.

 

Nach Wieland haben die Juden die alten Weltwissensschriften der Arier gestohlen und daraus (verschlüsselt) ihre Bibel und die prophetischen Bücher geschaffen. Andere Teile haben sie verfälscht in ihren „heiligen“ Texten verwendet. Die Juden seien ein vagabundierendes, zigeunerartiges Volk, schreibt Wieland. Seit jeher versuchten sie, allen anderen das notwendige Lebenswissen vorzuenthalten – mit Kriegen und Weltkriegen.

 

 Heute wird der Geisteswissenschaftler Wieland sogar in den Kernbereichen seiner Forschungen offiziell bestätigt:

 

„Viele Experten leiten den Begriff Hebräer von ‚hapiru‘ ab – was so viel wie ‚Vagabund‘ heißen kann. … Das Alte Testament, ein Gespinst aus Legenden. … Als Märchen und monumentale Camouflage – so steht das Wort Gottes mittlerweile da. … Eine Gruppe von Fälschern, ‚Deuteronomisten‘ erfanden, nach Art eines Hollywood-Drehbuchs die Geschichte vom Gelobten Land. … Sogar vor Betrug und Dokumentenfälschung scheuten die Zion-Priester nicht zurück.“ [16]

 

Der damals in weiten Kreisen bekannte Theologieprofessor Adolf von Harnack erzählt in seinem Werk über den Griechen „Marcion“ die geschichtliche Tatsache, dass der urchristliche Marcion sich weigerte, das jüdische Gesetzbuch als Gotteswerk anzuerkennen, weil Jesus die Juden im Evangelium des Johannes als Kinder des Teufels brandmarkt. Marcion testierte 144 n. Chr. in der ersten römischen Synode vor den versammelten Presbytern, dass sofort nach Christi Tod

 

„eine große Verschwörung wider die Wahrheit sofort eingesetzt und mit durchschlagendem Erfolg ihre Absichten durchgesetzt hat.“ [17]

 

Beim Neuen Testament, bei den Evangelien, so Wieland, handele es sich um uralte germanische Weisheiten, die dann teilweise von den Juden gefälscht, aber ihr Wissensextrakt von ihnen selbst genutzt worden seien. In diesem Zusammenhang weist Wieland diese Fälschungen an einem Beispiel äußerst drastisch nach. Der Allvater der Arier thronte über allem und er wollte nicht, dass sich die Menschen ein Bildnis von ihm machten. Das arische Ägypten, das die Gotteswelt aus dem Norden übernahm, weist diese Tatsache in den überlieferten Schriften nach.

 

Im Zusammenhang mit dem Namen des arischen „Allvaters“, beschied dieser, ohne seinen Namen zu nennen: „Ich bin, der ich bin“. Dieses Testament des arischen „Allvaters“ wurde später auch von den ägyptischen Priesterkasten in ihre Religionsschriften eingeführt – und noch später von den Juden gestohlen. Moses fragte angeblich Gott auf dem Berg Sinai, welchen Gottesnamen er den Israeliten als Auftraggeber nennen solle und erhielt angeblich die Antwort: „Ich bin, der ich bin“ (‚ehyeh ‚aʃer ‚ehyeh).

 

Fortan wird der abgekupferte Judengott, abgeleitet von JHWH, Jahwe genannt. Die Abkürzung JHWH geht auf die eng verwandten hebräischen Verben „hwh“ (sein) und „hjh“ (da sein) zurück. Moses wurde aber 1593 v. Chr. geboren, also 2000 Jahre später, als der ägyptische Gottesname für den Allvater mit „ich bin, der ich bin“ [18] testiert wurde. Somit ist bewiesen, dass die Juden die heiligen Schriften der Arier gestohlen und für ihre Zwecke angewandt haben.

 

Die Kirche Roms verlangt von uns, die jüdischen Literaturdiebe, Geschichtsfälscher und Betrüger als „Auserwähltes, Heiliges Volk Gottes“ anzusehen, argumentiert Wieland. Und das, obgleich sogar die Noah-Geschichte von der Sintflut gestohlen ist. Wieland ist mit dieser Forschungsfeststellung heute offiziell bestätigt worden. Auf Keilschrifttafeln aus Ruinen im heutigen Irak haben sich die Geschichten des Königs Gilgamesch erhalten. Dazu der deutsche Altorientalist Stefan M. Maul:

 

„Als man vor knapp 150 Jahren entdeckte, dass Noah und die Sintflut viel älter sind als die Bibel, war das eine Weltsensation. Die Geschichten um den König von Uruk mit Namen Gilgamesch sind in der Tat einer der ältesten uns bekannten literarischen Stoffe. … Im Jenseits trifft er schließlich den einzigen Menschen, der dem Tod entkommen ist, Uta-napischti, den Noah der biblischen Sintflut-Erzählung.“ [19]

 

Aber das zentrale Geheimnis der Welt, so Wieland, sei das Rassengeheimnis. Als die Verfolgung der Arier auf Atlantis begann und die arisch-atlantischen Gelehrten vom niederrassigen Pöbel getötet oder vertrieben wurden, da hielten sie ihr Wissen geheim und teilten es nur solchen Ariern mit, die sie für würdig hielten, ihre Schüler und Mitwisser der arischen Weisheit zu sein.

 

Ein Schleier des Geheimnisses sollte über die geschichtlichen, naturwissenschaftlichen und religiösen Kenntnisse geworfen werden, damit sie von Unwürdigen nicht entweiht würden. Offenbar hatten die furchtbaren Ereignisse auf Atlantis die Arier gelehrt, dass es gleichbedeutend mit Selbstmord wäre, wenn sie ihre Feinde weiterhin mit Kenntnissen ausrüsteten, die von jenen nur als Waffen im Vernichtungskampf gegen die Arier eingesetzt würden.

 

Aber diese Kenntnisse gelangten schließlich doch in die Hände der jüdischen Priester, die das Vermischungsgebot der Arier dann zum höchsten Gesetz des Judentums erhoben. Und Wieland hat dafür einen Kronzeugen, einen besseren kann es kaum geben. Der ehemalige jüdische Premierminister Groß Britanniens, Benjamin Disraeli (1874 bis 1880). Disraeli lässt im letzten Teil seiner Trilogie „Young England“ seinen „mysteriösen und mächtigen“ jüdischen Supermann Sidona zu Tancered sagen:

 

„Alles ist Rasse, es gibt keine andere Wahrheit“.

 

Wieland schreibt:

 

„In die Zeit der tiefsten Schmach fielen nun eine Reihe von Veröffentlichungen auf dem Gebiete der Rassenkunde und Vorgeschichte, die dem entehrten, geschundenen, zu ‚Schweinen‘ und scheußlichen ‚Barbaren‘ gestempelten Volke erkennen ließen, dass die verlästerten Germanen das erste und einzige Kulturvolk der Erde sind und dass ihm mittels unglaublicher Geschichtsfälschungen ein Schleier vor seine glanzvolle Vorgeschichte gezogen wurde, damit es sich und seinen Wert, seine Bedeutung nicht erkennen könne und willig die Ausbeutung durch eine Fälscher- und Betrügergesellschaft dulde. Wer sich aber mit den alten germanischen Mythen auseinandersetzt, wird schnell merken, dass uns die Judeachristen unsere fundamentalen Lebensgrundlagen und Lebensweisheiten gestohlen haben! Die Bibel ruht auf arisch-germanischer Grundlage. Ihre wertvollsten Teile sind von jüdischen Priestern gefälscht worden, damit ihr Volk als ‚Heiliges, auserwähltes Volk Gottes‘ erscheine, durch diesen Schwindel die Weltherrschaft erhalte und in der Erreichung dieses Zieles durch das irregeführte Ariertum nicht gehindert werde. Die Evangelien wiederum sind so vollkommen ein Ausdruck arischen Geistes und arischen religiösen Empfindens, dass sie im schroffsten Gegensatz zum Judentum stehen und von diesem immer abgelehnt wurden. Hebräisch und aus dem atlantischen Heidentum stammend sind die mosaischen Blutgesetze und Menschenopfer.“

 

Mag einiges in Wielands Buch weit hergeholt erscheinen, mögen auch manche Irrungen enthalten sein, mag er sich in der Wortwahl in Rassendingen verschiedentlich vergriffen haben, mag die Gewichtung von Atlantis nicht vollends zutreffen, so bleibt die Kern-Lehre seines Buches eine der faszinierendsten esoterisch-naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten der jüngeren Menschheitsgeschichte. Zur Erweiterung des eigenen Horizontes kann man auf dieses Buch nicht verzichten.

 

Quellen-Verzeichnis-international:


Spiritueller Kapitalismus

Wie Religionen und „Positives Denken“ soziale Ungleichheit rechtfertigen. von Roland Rottenfußer

 

Quelle: rubikon.news

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Im spirituellen Ökonomismus wird Religion als Handelsbeziehung zwischen dem Menschen und einer kosmischen Macht interpretiert. Wer im Soll ist, muss Ausgleich schaffen; moralisch wie pekuniär müssen wir für alles bezahlen. Spiritueller Kapitalismus ist die Eskalationsstufe dieses Prinzips. Der Alptraum einer untilgbaren Schuld wird entworfen – mit Gott als unersättlichem Gläubiger. Im neoliberalen Zeitalter wird noch kräftig draufgesattelt. Ein spiritueller Wachstumswahn spiegelt den ökonomischen. Aus dem Prinzip „Gott segnet die Reichen“ wurde: „Das Gesetz der Anziehung gibt jedem, was er verdient.“ Diese Ideologie ist auch politisch gefährlich, da sie auf Armen-Beschimpfung und Reichen-(Selbst-)Lob hinausläuft und so die gegebenen Besitzverhältnisse stabilisiert.

 

Spiritueller Ökonomismus ist die Grundlage für spirituellen Kapitalismus. Man kann seine Prinzipien an einem einfachen Dialog aus Gerhard Polts Film „Man spricht deutsch“ verdeutlichen: „Wenn man brav ist, bekommt man ein Eis, wenn man nicht brav ist, bekommt man kein Eis.“ Ein solcher Dialog setzt ein Machtgefälle zwischen Eltern und Kind voraus, spirituell zwischen einer Gottheit und dem „einfachen Gläubigen“. Es findet eine Art Tauschhandel zwischen den kosmischen Mächten und den irdisch Unterworfenen statt. „Do ut des“ ist das Urprinzip: Gib, damit dir gegeben wird. Gib gute Taten, Gehorsam, Regelkonformität, und es wird dir dafür das Paradies, Vorschonung vor Höllenqualen, Erleuchtung gegeben. Hinter dem Prinzip „Tauschhandel“ steht noch ein weiteres, viel grundlegenderes: die Annahme, dass es in Interaktionen mit anderen Menschen (und mit dem Göttlichen“) ausschließlich um den eigenen Vorteil geht – mehr Geld für mich, ein größeres Haus, eine schönere Frau, einen bequemeren Platz im Himmel, eine bessere Wiedergeburt, eine vollständigere Erleuchtung.

 

Diese ökonomistische Grundhaltung (Interaktion als Tausch zum jeweils eigenen Vorteil) ist umso bemerkenswerter, wenn man die Alternative kennt. David Graeber hat in seinem ausgezeichneten Buch „Schulden – die ersten 5000 Jahre“ (1) viel zur Aufklärung beigetragen. Vor den modernen Formen der Marktökonomie, so belegt Graeber anhand vieler ethnologischer Untersuchungen, gab es eine Urform, die er „Humane Ökonomie“ nennt. Humane Ökonomie ist dadurch gekennzeichnet, dass wirtschaftliches Handeln immer aus mehreren Motiven erfolgt. Eine hoch gestellte Persönlichkeit in einem Stammeskollektiv verschenkt zum Beispiel Nahrung, Werkzeug oder Waffen an eine sozial weniger angesehene Person. Dies beinhaltet 1. den ehrlichen Wunsch, dieser anderen Person zu nützen, 2. die Absicht, sich gegenüber dem ganzen Stamm als Person von Ehre und Großzügigkeit zu zeigen, 3. gerade im Schenken einen Beweis des eigenen Reichtums zu liefern, eines Überflusses an „Schenkbarem“. 4. schließlich war vielleicht auch ein Stück Berechnung dahinter. Der Beschenkte könnte dem Schenkenden ja später einmal nützlich sein.

 

Tauschgeschäfte mit den Göttern

 

Ging es nun nicht mehr um Geschenke, sondern um Tausch, waren alle vier Motive bei beiden Tauschpartnern im Spiel, soweit ihre materielle Lage ihnen Großzügigkeit erlaubte. In archaischen Gesellschaften, so Graeber, spielte stets das gesellschaftliche Umfeld eine große Rolle, weil es sich beim Stamm um ein Kollektiv persönlich bekannter Menschen handelte. Erst als anonymere ökonomische Beziehungen üblicher wurden, Beziehungen zu Fremden, wandelten sich auch die Motive des Handelns. Das Bündel von Gründen reduzierte sich auf einen einzigen, den vierten: Man gab aus Berechnung, um beim Handelspartner möglichst viel für die eigene Person „herauszuschlagen“. Der historisch lange Zeitraum, in dem sich diese Veränderung vollzog, nennt Graeber „Achsenzeit“. Die Epoche ist identisch mit den Gründungsphasen der großen Religionen – ungefähr von 500 vor Christus (Buddha, Laotse) bis 600 nach Christus (Mohammed).

 

„Dies führte in der Achsenzeit zu einer neuen Art des Denkens über die Beweggründe der Menschen, zu einer radikalen Vereinfachung von Motiven, die es ermöglichen, Begriffe wie ‚Gewinn’ und ‚Vorteil’ zu verwenden. Es begünstigte die Vorstellung, dies seien die eigentlichen Beweggründe und Bestrebungen der Menschen, und zwar in sämtlichen Bereichen ihrer Existenz. (…) Man reduzierte das menschliche Leben gewissermaßen darauf, Mittel und Zweck abzuwägen.“ Diese Mentalität, nennen wir sie eigennutzorientiert, hinterließ deutliche Spuren auch in den Religionen der Achsenzeit. Es gab natürlich auch schon in den archaischen Kulten „Tauschgeschäfte mit den Göttern“: Opferte der Mensch Lebensmittel, Hausrat oder Tiere, gaben die Götter dafür Schutz, Segen, Verschonung von Katastrophen. Insofern beginnt die spirituelle Händlermentalität nicht mit der Lebenszeit Buddhas, eher wohl mit dem Übergang von Stammesgesellschaften zu frühen „Hochkulturen“.

 

Den Karma-Berg abtragen

 

Ein besonders auffälliges Beispiel von spirituellem Ökonomismus beschreibt Graeber anhand des chinesischen Buddhismus. Die dort sichtbaren Denkmuster werden Kenner der modernen esoterischen Karmalehre mühelos wiedererkennen. Der Buddhismus, so Graeber, sei über die zentralasiatischen Karawanenrouten nach China gekommen und sei dort zunächst vor allem von Händlern praktiziert worden. Dies habe „abgefärbt“. Obwohl es im Buddhismus offiziell keinen Gott, kein Gegenüber für einen Tauschhandel gab, scheint das Prinzip „do ut des“ die spirituelle Praxis bestimmt zu haben. Menschen gaben ihren ganzen Besitz einem Kloster. Sie gaben ihre körperliche Unversehrtheit hin, indem sie sich rituelle Brandverletzungen zufügten. Schließlich gaben viele von ihnen sogar ihr Leben. Es kam Mitte des 5. Jahrhunderts nach Christus zu dutzenden rituellen Selbstmorden, um „die Sünden aller Lebewesen zu sühnen.“ Die dahinterstehende Logik besagt: Das eigene Leben ist das wertvollste Tauschobjekt, das ein Mensch geben kann, ein entsprechend hoher Gegenwert ist also zu erwarten. Graeber: „Sie verwandelten sich also in ein Objekt von ewigem Wert, in eine Investition, die in alle Ewigkeit Erträge abwerfen würde.“ Ein Mönch schrieb: „Du kaufst Glück und verkaufst deine Sünden, ganz wie in einem Handel.“

 

Besonders die spirituelle Schule der „Drei Stufen“ pflegte ein ökonomisches Spiritualitätsverständnis: Zentral war die Vorstellung einer karmischen Schuld, „wonach sich sämtliche Sünden, die sich ein Mensch in seinem früheren Leben hatte zuschulden kommen lassen, zu einem Schuldenberg anhäuften, der abgetragen werden musste.“ Zahlungsunfähige Schuldner würden als Tiere oder Sklaven wiedergeboren. Vollständiger Schuldenerlass sei schwer, da jedes Leben, das dem karmischen Ausgleich für frühere Inkarnationen geweiht sei, neue Schulden hinzufügen könne. Eine Lösung allerdings bot die „Drei Stufen“-Schule an: „Man musste nur regelmäßig für den unerschöpflichen Schatz eines Klosters spenden – und augenblicklich waren sämtliche Schulden aus allen früheren Leben getilgt.“ (Graeber) Die Selbstbereicherung der spirituellen „Dienstleister“ soll hier aber gar nicht im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Ich erkenne an, dass jemand, der zum Beispiel im Bereich „spirituelles Heilen“ arbeitet, auch leben muss und für die aufgewendete Zeit Bezahlung verlangen kann. Auch unterstelle ich nicht, dass sich spirituelle Dienstleister allesamt eine goldene Nase verdienen. Dies ist ein typisches Vorurteil derer, die nicht mit der Szene vertraut sind. Hier geht es mir ausschließlich um „Händlerdenken“ im spirituellen Kontext.

 

Ausgleich fürs kosmische Konto

 

Wir finden in zeitgenössischen spirituellen Veröffentlichungen Varianten der skizzierten Lehre: Auf einer spirituellen Webseite (2) findet sich zum Stichwort „Karma“ die Erklärung: „Karma ist vergleichbar mit einem Bankkonto im Jenseits: Die himmlische Geisterwelt führt die Soll- und Haben-Bewegungen aufs Genaueste.“ Bedeutungsgleich auf einer anderen Webseite (3): „Unter Karma versteht man also eine Art ‚Kosmisches Konto’, d.h. die Summe aller noch nicht bewältigten Ursachen, die ihre Wirkung in jeder Existenz neu entfalten, um uns mit der Nase darauf zu stoßen, dass wir endlich Lieben und Vergeben lernen sollten.“ Gerade der Vergleich mit einer kontoführenden Bank scheint allerdings Vergebung auszuschließen. Es gibt nichts Unbarmherzigeres als ein Geldinstitut, das bei einem einmal ins Minus gefallenen Konto auf Ausgleich bis auf den letzten Cent pocht. Zum körperlichen, psychischen oder sozialen Leid, das Menschen erfahren müssen, kommt dann oft noch die Opferbeschimpfung durch vermeintlich wohlmeinende Karma-Ablösungs-Coaches: „Wir selber haben uns alles eingebrockt und entscheiden, was wir tun können, um unser Konto auszugleichen, mit liebevoller Unterstützung durch das Licht und alle Lichtwesen.“ (puramaryam.de)

 

„Du musst für alles bezahlen“ gehört also zu den grundlegenden Maximen des spirituellen Ökonomismus. Das suggeriert einen Erbsenzähler-Gott, der Strafpunkte in einer kosmischen „Flensburg-Datei“ verbucht. Mindestens ebenso absurd ist die Frage, welche Maßnahmen denn zur karmischen Kontobereinigung geeignet wären. Vielfach läuft es auf „spirituelle Austeritätspolitik“ hinaus. Der spirituelle Schuldnerberater rät zu einer Phase des Wohlverhaltens, die – wie in einem Privatinsolvenzverfahren – zum vollständigen Schuldenerlass führen kann. Auch in anderen Bereichen der zeitgenössischen Esoterik werden spirituelle „Sachverhalte“ in eine ökonomische Sprache übersetzt. Am bekanntesten ist die Vorstellung vom Universum als „Versandhaus“ (Bärbel Mohr) (4). Man bestellt, das Universum liefert, und sogar Reklamationen sind möglich. Generell gehört zum spirituellen Ökonomismus auch die Definition der spirituellen Dienstleistung als Ware, obwohl dies in einer durchkommerzialisierten Gesellschaft zugegebenermaßen schwer zu vermeiden ist. Es gibt in der spirituellen Szene allerdings Eskalationsstufen dieses Trends: Wenn etwa Methoden kreiert werden, die mit „The“ beginnen und für die Copyright angemeldet wird, dessen Verletzung durch Abmahnanwälte streng geahndet wird. Oder wenn die „Markenführung“ schon groteske Züge annimmt und an das Red-Bull-Prinzip erinnert: kein nennenswertes Produkt, umso aufwändigeres Marketing. Spiritualität verleiht Flügel.

 

Maxima Culpa – die untilgbare Schuld

 

Hier sind wir schon in einem Bereich, den ich nicht mehr als „Ökonomismus“, sondern als „spirituellen Kapitalismus“ bezeichnen würde. Spiritueller Ökonomismus drückt religiöse Inhalte in Kategorien eines Tauschverhältnisses zwischen dem Menschen und einer kosmischen Macht aus. Er wahrt insofern also noch den Anschein einer gewissen Gerechtigkeit und sinnvollen Ordnung. Jeder muss bezahlen, aber auch nicht mehr als er vom „Handelspartner“ erhalten hat. Demgegenüber stellt der spirituelle Kapitalismus eine Übertreibung, eine fast karikaturhafte Übertreibung ins Maßlose dar. Im spirituellen Kapitalismus versuchen die kosmischen Mächte (beziehungsweise ihre irdischen „Stellvertreter“) den Gläubigen zu übervorteilen, indem sie weitaus mehr von ihm verlangen als sie selbst geben. Mittel dazu ist vor allem der Begriff der Schuld, der nicht umsonst an „Schulden“ erinnert. Im spirituellen Kapitalismus wird die Fiktion einer untilgbaren Schuld kreiert. Die „Culpa“ (Schuld) in der Liturgie schwillt zur „Maxima Culpa“ an, zur übergroßen Schuld. Die höhere Macht erscheint in einer solchen Konstruktion als schier unersättlicher Großgläubiger, als spirituelles Pendant zum „raffenden Kapital“, das sich durch Schuld(en)dienst die Lebensenergie der Schuldner ad infinitum einverleibt.

 

Friedrich Nietzsche hat schon 1887 in „Zur Genealogie der Moral“ gegen eine derartige Ideologie protestiert. Die christliche Moral bringe einen Schuldner hervor, „in dem nunmehr das schlechte Gewissen sich dermaßen festsetzt, einfrisst, ausbreitet und polypenhaft in jede Breite und Tiefe wächst, bis endlich mit der Unlösbarkeit der Schuld auch die Unlösbarkeit der Buße, der Gedanke ihrer Unabzahlbarkeit (der ‚ewigen Strafe’) konzipiert ist.“ Nietzsche weiter: „Dies ist eine Art Willens-Wahnsinn in der seelischen Grausamkeit, der schlechterdings nicht seinesgleichen hat: der Wille des Menschen, sich schuldig und verwerflich zu finden bis zur Unsühnbarkeit, sein Wille, sich bestraft zu denken, ohne dass die Strafe je der Schuld äquivalent werden könnte, sein Wille den untersten Grund der Dinge mit dem Problem von Strafe und Schuld zu infizieren und giftig zu machen.“ Auf der ökonomischen Ebene entspricht die Fiktion einer „untilgbaren Schuld“ der Überschuldung. Sie begegnet uns täglich in den Nachrichten im Kontext der Eurokrise. Leider wird zu selten auf die teilweise viel schlimmere Überschuldung der Länder des globalen Südens hingewiesen. Margrit Kennedy zitiert in ihrem Buch „Occupy Money“ (5) den nigerianischen Präsidenten Obasanjo: „Wir haben bis 1985 oder 1986 etwa 5 Millionen Dollar geliehen: Bis jetzt haben wir 16 Milliarden Dollar zurückgezahlt. Jetzt wird uns gesagt, dass wir immer noch 28 Milliarden Schulden haben (…) wegen der Zinsraten der ausländischen Kreditgeber.“ Eine solche Dynamik ist nicht selten im Zeitalter des Zinseszinses.

 

Der unerbittliche Gläubiger-Gott

 

Welche unglaubliche seelische Grausamkeit liegt darin, ein System zu kreieren, das Menschen und Staaten in hoffnungslose Überschuldung treibt – eine Schuld, die selbst durch noch so große Tilgungsbemühung in Ewigkeit nicht abzutragen ist und sich – im Prozess des Tilgens – immer noch weiter vergrößert! Auf religiöser Ebene entspricht die hoffnungslose Überschuldung der Deutung des Menschseins als prinzipiell schuldhaft – unabhängig von konkreten Taten. Im Gegensatz zu schlichten „Handelsbeziehungen“ wie in griechischen und indischen Opferritualen, gibt der Mensch im spirituellen Kapitalismus also stets weniger als Gott zusteht. Er lebt, wie Deutschland nach Ansicht neoliberaler Propagandisten, chronisch „über seine Verhältnisse“. Die daran geknüpfte spirituelle Austeritätspolitik entfremdet den Menschen seinen vitalen Bedürfnissen und reduziert seinen Selbstwert auf ein klägliches Maß.

 

Die Parallele zwischen ökonomischem und spirituellem Kapitalismus kann also so beschrieben werden: Eine vom Menschen selbst erschaffene, immaterielle Instanz (Kapital beziehungsweise Gott oder andere kosmische Mächte) unterwirft sich alle Lebensbereiche des Menschen bis in sein innerstes Denken und Fühlen hinein. Besagte Instanz rafft alle Lebensenergie an sich und bewirkt drastische materielle beziehungsweise psychische Verelendung. (Damit will ich im Übrigen nicht sagen, dass Gott nicht in der einen oder anderen Form existiert. Das hier skizzierte Bild von einem maßlosen, unerbittlichen Gläubigergott ist jedoch menschengemacht.) Im zweiten Schritt etabliert sich eine Gruppe von „Finanzexperten“ als Mittler zwischen Mensch und Kapital, etabliert sich eine Priesterkaste als Mittlerin zwischen Mensch und Gott. Diese „Vermittlergruppe“ beansprucht erfolgreich die Deutungshoheit über den Umfang und die Art der Schuld und über die Bedingungen, unter denen Schuld(en)erlass gewährt werden kann. Dies erlaubt es den Mittlern, neben geldwertem Vorteil, ihre Machtposition an Unterworfenen auszuagieren. Die Katholische Kirche hat mit ihrem Ablasshandel den „Klassiker“ des spirituellen Kapitalismus erschaffen. Der Bußprediger Johann Tetzel war zu Lebzeiten Luthers für diesen Spruch berühmt: „Sobald das Geld im Kasten klingt die Seele in den Himmel springt!“

 

Protestantismus: Gottes Segen für die Reichen

 

Wie Erich Fromm in seinem grandiosen Buch „Die Furcht vor der Freiheit“ (6) aufgezeigt hat, darf der Protestantismus diesbezüglich aber seine Hände nicht in Unschuld waschen. Luther und vor allem Calvin haben ein negatives Menschenbild zur Blüte gebracht, wonach nur äußerste Selbsterniedrigung Gottes Gnade verdienen könne. So schrieb Calvin, nie habe es „ein Werk eines frommen Menschen gegeben, das, wenn es nach Gottes strengem Urteil geprüft wurde, nicht verdammenswert gewesen wäre.“ Nach Calvin hat Gott die Menschen schon vor der Geburt zu Paradies oder ewiger Verdammnis bestimmt. Durch keine noch so gute Tat könne der Mensch der Prädestination entrinnen. Erich Fromm: „Dieses Prinzip bringt es mit sich, dass es auch keine Solidarität zwischen den Menschen gibt.“ Der Arme, Entrechtete hat im Calvinismus zwar nicht „schlechtes Karma“, wohl aber „schlechte Prädestination“, so dass sich Mitgefühl erübrigt. Erich Fromm sieht diese Wertehaltung als kompatibel mit sozialer Härte und teilweise ursächlich für die Heraufkunft der modernen Industriesysteme. In den Anfängen des Calvinismus ging es nach Fromm eher um die „sittliche Leistung“ eines Menschen. „Später jedoch ging es hauptsächlich um berufliche Tüchtigkeit und deren Ergebnis, das heißt um den geschäftlichen Erfolg oder Misserfolg. Erfolg wurde zum Zeichen von Gottes Gnade, Misserfolg deutete auf ewige Verdammnis.“ Der Protestantismus habe den Menschen auf seine Rolle vorbereitet, „die eigene Person außermenschlichen Zwecken unterzuordnen“ und somit „die Rolle des Dieners einer Wirtschaftsmaschinerie zu akzeptieren.“

 

Die Idee hoffnungsloser spiritueller Überschuldung beziehungsweise ererbter, zum Wesen des Menschen gehörender Schuld ist jedoch kein Alleinstellungsmerkmal der auf Paulus und Augustinus zurückgehenden Lehre von der Erbsünde. In der vedischen Schrift „Satapatha Brahmana“ (Alter: mindestens 2500 Jahre) heißt es: „Durch die Geburt wird jedes Wesen als eine Schuld gegenüber den Göttern, den Heiligen, den Vätern und den Menschen geboren. Wenn man ein Opfer bringt, dann weil man den Göttern von Geburt an etwas schuldet.“ In den vedischen Hymnen gibt es auch die Vorstellung, Yama, dem Gott des Todes, sein Leben zu schulden. Durch die Geburt rutscht der Mensch automatisch ins „Soll“, und erst der Tod führt zum Ausgleich des Kontos. David Graeber fasst diese Philosophie so zusammen: „Die menschliche Existenz an sich ist eine Form von Schuld.“ Als Beleg zitiert er einen Ausschnitt aus der Satapatha Brahmana: „Ein Mensch ist, wenn er geboren wird, eine Schuld; durch sein eigenes Selbst wird er zum Tod geboren, und nur wenn er opfert, erlöst er sich vom Tod.“ Opfer (Sach- oder Tieropfer) sind demnach „Tributzahlungen an den Tod“ (Graeber). „In diesem Sinn ist der ‚Tribut’ des Opfers eine Art Zinszahlung; das Leben des Opfertiers ersetzt vorübergehend das, was wirklich geschuldet wird, nämlich unser eigenes Leben.“

 

Götter als Energie-Vampire

 

Eine eingeschüchterte Menschheit denkt sich die Götter (oder Gott) so klein, als würden diese jede Wohltat nur unter dem Vorbehalt genau quantifizierbarer Gegenleistungen gewähren. Schlimmer noch: Sie erwarten von den Menschen einen „Zins“ in Form eines Opfers an Lebensenergie. Es scheint, als würden die Himmlischen menschliche Selbstherabwürdigung wie einen giftig gewordenen schwarzen Rauch als Nahrung genießen können. Die Idee eines abhängigen Energie-Vampirismus durch die Götter findet sich noch in Goethes berühmtem Gedicht „Prometheus“. „Ich kenne nichts Ärmeres/ Unter der Sonn' als euch Götter!/ Ihr nähret kümmerlich/ Von Opfersteuern/ Und Gebetshauch/ Eure Majestät/ Und darbtet, wären/ Nicht Kinder und Bettler/ Hoffnungsvolle Toren.“ Diese imaginäre Götter-(Gewalt)herrschaft hat verblüffende Parallelen zur realen Herrschaft des raffenden Kapitals in der Ära des Neoliberalismus. Je kleiner jemand charakterlich ist und je mehr Defizite er in Bezug auf Lebensfülle bei sich wahrnimmt, desto mehr von der Energie anderer muss er sich durch Gewalt und List aneignen.

 

Der Buddhismus, den ich schätze, dessen Schattenseiten jedoch in der modernen „Spiri-Szene“ zu wenig gesehen werden, hat seine eigene Variante von untilgbarer Schuld entwickelt. So leitet eine Schule des chinesischen Buddhismus die Schuldhaftigkeit der menschlichen Existenz von der so genannten Milchschuld ab. Gegenüber dem Quantum der als Säugling verzehrten Muttermilch und anderen Vorleistungen der Mütter stehen wir ausweglos im Soll. Eine als unendlich gedachte Schuld kann logischerweise nur durch ebenso unendliche Tilgungsanstrengungen beglichen werden. In den Schulen des Mahayana-Buddhismus stellten die „unerschöpflichen Verdienste des Bodhisattvas“ diesen (gedachten) Ausgleich her. Die Gelübde des Bodhisattvas zielen auf den übermenschlichen und eigentlich zum Verzweifeln aussichtslosen Versuch ab, alle Wesen im Universum zu retten. „Seine unendliche karmische Schuld oder seine unendliche Milchschuld konnte man nur begleichen, indem man aus diesem ebenfalls unendlichen Reservoir der Erlösung schöpfte, das wiederum zur Grundlage für die tatsächlichen materiellen Mittel der Klöster wurde“ (Graeber).

 

Geldschöpfung – Schuldschöpfung

 

Im spirituellen wie im ökonomischen Kapitalismus gibt es grundsätzlich die Möglichkeit des Schuldenerlasses. Spirituell Überschuldete können auf einen Erlass hoffen, der unter dem Namen Gnade oder Vergebung bekannt ist. Dieser Akt ist aber nur positive Willkür Gottes und erfolgt stets im Widerspruch zur eigentlich der Erlösung unwürdigen Natur des Sünders. Die Erlösung des Menschen trotz des Menschen. In ähnlicher Weise gewähren Gläubiger überschuldeten Staaten gelegentlich einen „Schuldenschnitt“ – wie unlängst Griechenland. Im Beispiel von Margrit Kennedy könnten die Gläubiger Nigeria z.B. die Restschuld erlassen, nachdem das Land für 5 Milliarden geliehene Euro bereits 16 Milliarden „zurück“ gezahlt hat. Diese Art von Gnade erinnert mich stark an die Schlagzeile „Vergewaltigte Norwegerin begnadigt“ (Juli 2013). Eine Nordeuropäerin war nämlich in Dubai nach einer Vergewaltigung wegen unehelichem Geschlechtsverkehr verurteilt und dann freigelassen worden. Für so viel Großmut wollen die Justizverbrecher dann noch gelobt werden. So wie Gläubigerbanken gelobt werden wollen, wenn sie – nicht ohne zuvor ein Vielfaches des ursprünglich geschuldeten Betrags abgezockt zu haben – die „Restschuld“ erlassen.

 

Eine weitere Parallele zwischen ökonomischem und spirituellem Kapitalismus zeigt die Untersuchung des Modells der „Geldschöpfung“, wie es zum Beispiel von dem Geldtheoretiker Bernd Senf dargestellt wird. Senf zufolge kommt alles Geld, das in Deutschland geschöpft wird, als Schuld in Umlauf. Es wird gegen Zinsen an die Geschäftsbanken oder den Staat ausgeliehen. Bei Rückfluss des Geldes zur Zentralbank muss also mehr gezahlt werden als ursprünglich ausgeliehen wurde. Der Zins wird in klassischen Wirtschaftstheorien gern als „Prämie auf Liquiditätsverzicht“ definiert. Das Absurde daran: Das Geld, auf das die Zentralbank vorübergehend „verzichtet“, war zuvor gar nicht in deren Besitz, es existierte schlichtweg nicht. So ist der Wirtschaftskreislauf schon an der Quelle mit dem Problem der Schuld vergiftet. In Anlehnung an „Geldschöpfung“ spreche ich im spirituellen Bereich von „Schuldschöpfung“. Die Schuld wird zusammen mit dem Menschen (und untrennbar mit ihm verbunden) in unser Realitätssystem eingeschleust. Zur Tilgung des eigentlich Untilgbaren bieten die religiösen Institutionen Erlösungsdienstleistungen an. Die spirituelle Schuldnerberatung dient letztlich aber den Interessen des Gläubigers, also des fiktiven Kapitalisten-Gottes oder der die Karma-Buchführung betreuenden „Lichtwesen“. Beide pochen auf die Erfüllung (oft sogar Übererfüllung) des Buße-Solls.

 

Spiritueller Wachstumsdruck

 

Wenn wir also von der Idee eines durch menschliche Anstrengung nicht ausgleichbaren „Defizits“ ausgehen, wird auch verständlich, warum der Begriff des Wachstums sowohl im neoliberalen Kapitalismus als auch in der zeitgenössischen Spiritualität hoch im Kurs steht. Nach Graeber gehört „unablässige Expansion“ zum Beispiel zur Lehre des chinesischen Buddhismus. „Denn das Dharma musste wachsen, bis es irgendwann jeden und jedes Ding einschloss, um Erlösung für alle Lebewesen zu bewirken.“ Wachstum ist im Kapitalismus wie im spirituellen Kontext das verzweifelte Ankämpfen gegen einen gefühlten Abwärtssog. Wirtschaftlich kann Wachstum den durch eskalierende Zinszahlung verursachten Abfluss von Geldmitteln ausgleichen. Spirituell kämpft der Mensch gegen einen gefühlten permanenten Wertverlust an – durch „Sünde“ oder spirituelle Unkorrektheiten aller Art. Wer wachsen will, hält sich für zu klein. Wenn diese Satz stimmt, gilt dies für geschätzte 90 Prozent der spirituellen und esoterischen Szene.

 

Warum eigentlich? Ein sehr negatives Menschenbild muss dem zugrunde liegen – vergleichbar dem des Protestantismus zu Lebezeiten Luthers und Calvins. Ich meine hier nicht die Hingabe an ein natürliches, sich spontan vollziehendes Wachstum, sondern eine eskalierende Kultur der spirituellen Wachstumsbeschleunigung. In vielen Lebenshilferatgebern sind Beruf, Partnerschaft, Gesundheit und spirituelles Wachstum die vier Säulen eines erfüllten Lebens. Kein Lebensbereich – außer Geldanlagen – unterliegt einem so starken Wachstumsdruck wie das Feld der spirituell-therapeutischen Selbstoptimierung. Das Hinzufügen von immer mehr gilt als gleichbedeutend mit dem Guten schlechthin. Mit Sicherheit kommt dies auch daher, dass ein negatives Selbstbild ökonomisch verwertbar ist, die Einstellung „Ich bin gut so wie ich bin“ dagegen nicht. Die Anbieter von spirituellen Dienstleistungen verweisen uns in einer imaginären spirituellen Hierarchie auf einen Platz ganz unten, um uns die Leiter nach oben verkaufen zu können. Im Verlangen, spirituelle Offiziers- und Unteroffiziersränge zu erklimmen, scheuen wir keine Kosten und Mühen. Wir nehmen selbst im Grunde beleidigende Entwertungen des Status Quo klaglos hin (der Mensch schlafe nur, sei „unbewusst“, befinde sich permanent in einem verdunkelten Dämmerzustand oder ähnliches).

 

Das Evangelium der Reichen

 

Das Stichwort „Kosten“ bringt mich zu einem weiteren brisanten Punkt: Im Himmel, in den Buddhaparadiesen und „Nirvanas“ der Religionen dürften sich nur frühere Angehörige der Ober- und Mittelschicht aufhalten. Die anderen können sich die Kosten für erleuchtungsbeschleunigende Seminare schlicht nicht leisten. So erobern sich die Reichen, denen längst die Erde gehört, auch noch den Himmel. Das Lukas-Evangelium wurde oft als das „Evangelium der Armen“ bezeichnet, speziell von der lateinamerikanischen Befreiungstheologie. Von den USA her kommend und unter dem Einfluss calvinistischer Lehren, hat sich in der Esoterik-Szene aber mittlerweile ein Evangelium der Reichen etabliert. Reichen-(Selbst)lob und Armen-Bashing sind en vogue. Das Scharnier zwischen traditionellen protestantischen Vorstellungen und modischen Eso-Trends à la „The Secret“ bilden Persönlichkeiten wie Dr. Joseph Murphy (1898-1981), langjähriger Vorstand der „Church of Divine Science“. Von Murphy stammt unter anderem der Satz: „Armut ist eine Krankheit des Geistes.“ Der „Vater des positiven Denkens“ benutzte die Bibel als Zitate-Steinbruch („Glaube versetzt Berge“), um seine populärpsychologischen Behauptungen zu begründen. In der zeitgenössischen spirituellen Trivialliteratur wird vielfach eine Eigenverantwortungsmentalität propagiert, die an neoliberale Meinungsmache erinnert.

 

Wer arm ist, hat Reichtum nur nicht intensiv genug visualisiert. Diese Philosophie kommt auch einer (Selbst-)Entlastung der Systemgewinner gleich. Nach dem „Gesetz der Anziehung“ erschafft sich jeder selbst sein Schicksal. Der deutsche Murphy-Schüler Erhard F. Freitag fasst zusammen: „Es gibt kein Problem, keine Krankheit auf dieser Erde, deren Ursache wir nicht in uns selbst erfahren könnten.“ Die Banker, Spekulanten und Konzernlenker können sich über solche spirituelle Schützenhilfe nur freuen. Sie müssen dann nicht mehr die Verantwortung für Probleme übernehmen, nur weil sie diese verursacht haben. Die spirituell verbrämte Gnadenlosigkeit gegenüber menschlichem Leid, die damit einhergeht, erinnert nicht nur an neoliberale Vorstellungen, sondern verweist noch weiter nach rechts. Der „natürliche Ausleseprozess“ zwischen ökonomischen Selektionsgewinnern und -verlierern wird von Positivdenkern prinzipiell bejaht. Er wird nur, im Vergleich zum politischen Sozialdarwinismus, auf eine geistige Ebene „gehoben“. Mental optimal trainierte Eliten können sich ihre Privilegien „herbei imaginieren“ und sich so aus der Verantwortung für sozial Schwächere billig selbst entlassen. Hilfe für sozial Ausgegrenzte würde in diesem Weltbild nur die spirituell läuternde Wirkung der Leiderfahrung verwässern und ist deshalb kontraproduktiv. Der österreichische Esoteriker Helmut Kritzinger schrieb: „Geben Sie einem Penner etwas in den Hut, dann helfen Sie dem nicht, sondern setzen ihn noch in seinem Karma fest.“

 

Resonanzgesetz: Jeder bekommt, was er verdient

 

Von Thorwald Dethlefsen stammt das Zitat, das alle Formen des spirituellen Kapitalismus schlüssig zusammenfasst: „Das Resonanzprinzip besagt, dass jeder das erhält, was er verdient.“ Hier wurde die „Handelsbeziehung mit himmlischen Mächten“ in ein anonymes „kosmisches Gesetz“ umgewandelt, das nicht bewiesen, allenfalls durch erfundene oder vorselektierte Fallbeispiele illustriert werden muss. Spiritueller Kapitalismus hebt die Unvereinbarkeitsklausel zwischen Gott und Mammon, auf die Jesus Wert legte, auf. Die Definition des Geldes als „Energie“ ist so verführerisch wie tückisch. Geld erscheint so als vom Bewusstsein her manipulierbar, nicht durch politische und ökonomische Strukturen, die regeln, wer sich Geld unter welchen Bedingungen aneignen kann.

 

Spiritueller Kapitalismus rechtfertigt auch die fortschreitende Öffnung der Schere zwischen Arm und Reich oder – spirituell ausgedrückt – Himmel und Hölle. Wer arm und entrechtet ist, läuft Gefahr, von seiner Wut überwältigt zu werden, negative Schwingungen in die Welt zu setzen und von seiner Zukunft wieder nur Armut und Entrechtung zu erwarten. Damit zieht er gemäß dem Gesetz der Anziehung nur weiteres Leid auf sich. Der reiche, gesellschaftlich angesehene Mensch wird dagegen auch eine positive Ausstrahlung und positive Zukunftserwartungen haben. „Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden.“ (Matthäus-Evangelium) Wohlhabende Karmagläubige meinen vielleicht, dass sie reich sind, weil sie gut waren; in Wahrheit sind sie gut, weil sie reich waren. Denn wer gewaltfrei, achtsam oder gar sozial engagiert lebt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein wohlhabendes, bemühtes Elternhaus und eine gute Ausbildung genossen.

 

In ihrer übertriebenen Eigenverantwortungsideologie ist Reichen-Spiritualität tatsächlich nur Überbau des den Zeitgeist dominierenden Neoliberalismus. Dieser gefährlichen und herzlosen Philosophie sollte der vernünftigere Teil der spirituellen Szene künftig eine klare Absage erteilen. Make spiritual capitalism history!

 

Redaktionelle Anmerkung: Die Erstveröffentlichung dieses Artikels erfolgte auf "Hinter den Schlagzeilen" (HdS), dem Magazin für Kultur und Rebellion. HdS wurde 2003 von Konstantin und Annik Wecker begründet, um ein Gegengewicht zur sehr einseitigen damaligen Berichterstattung über den Irak-Krieg zu schaffen. Die Seite bringt täglich Essays, Berichte, Satiren, Poesie, Musikvideos und Links über von den großen Medien vernachlässigte Aspekte unserer Realität, will aufklären, ermutigen und nicht-marktkonformer Kultur ein Forum bieten.

 

Quellen:

 

(1) David Graeber: Schulden – die ersten 5000 Jahre, Verlag Klett-Kotta
(2) astrosophie.briemle.net
(3) http://www.puramaryam.de
(4) Bärbel Mohr: Bestellungen beim Universum, Omega Verlag
(5) Margrit Kennedy: Occupy money, Verlag J. Kamphausen
(6) Erich Fromm: Die Furcht vor der Freiheit, dtv